CDU-Fraktion wünscht deutliche Erweiterung vom Hilfsfonds

Das "Wir-Gefühl" der Finnentroper sollte einen Fonds für alle Vereine unterstützen

28.05.2020 | CDU-Fraktion Finnentrop | Finnentrop
WP- und WR-Bericht vom 29.05.2020 zum Erweiterungsantrag der CDU zum Hilfsfonds
WP- und WR-Bericht vom 29.05.2020 zum Erweiterungsantrag der CDU zum Hilfsfonds

Einen Tag nach Bekanntgabe vom Hilfsfonds der Verwaltung für musiktreibende Vereine im Gemeindegebiet, hat CDU-Bürgermeisterkandidat Achim Henkel in der Ratssitzung am vergangenen Dienstag (26.05.2020) für die CDU-Fraktion die Tagesordnung erweitern lassen. Ziel des Antrages war mit dem Hilfsfonds deutlich mehr Vereinen zu helfen. Auch anderen Vereinen fehlen Einnahmen bei laufenden Kosten. Keine Sängerfeste, keine Sommerfeste, keine Spritzenfeste und keine Vermietungen der eigenen Räumlichkeiten, das treibt die Sorgenfalten auf die Stirn von so manchem Ehrenamtler.

Dazu Achim Henkel, Bürgermeisterkandidat in Finnentrop:

"Wir haben ja zum Beispiel beim Gemeindefest im letzten Jahr gesehen, dass es unter den Orten und Vereinen einen großen Zusammenhalt gibt. Dieses "Wir-Gefühl" sollte einen Fonds für alle Vereine unterstützen.

Leider wurde der Rat der Gemeinde Finnentrop vor vollendete Tatsachen gestellt. Der Fonds soll nach dem Willen des Bürgermeisters nur so wie in der Presse beschrieben aufgestellt werden. Ausschließlich den musiktreibenden Vereinen in der Gemeinde Finnentrop, zu denen die Spielmannszüge/Tambourcorps aus Weringhausen, Schönholthausen, Serkenrode, Rönkhausen, Finnentrop und Bamenohl sowie die drei Musikvereine aus Schönholthausen, Heggen und Bamenohl gehören, soll finanziell unter die Arme gegriffen werden.

Chance vertan, meinen wir von der CDU-Fraktion! Hier wäre mehr zu holen gewesen für mehr Vereine und auch mehr Ehrenamtliche.

Die CDU-Finnentrop möchte keinen kleinen, nur auf einige wenige Vereine beschränkten Fonds. Wir möchten deutlich mehr eingetragene und gemeinnützige Vereine berücksichtigt wissen. Wir versprechen uns von einer solchen Vorgehensweise einerseits eine größere Gerechtigkeit, andererseits auch eine höhere Akzeptanz in der breiten Bevölkerung.

Unter diesen Voraussetzungen möchten wir den Fonds auch finanziell besser ausstatten: statt der vorgesehenen 500 € schlagen wir einen Grundstock der Gemeinde in Höhe von 2.000 € vor.

Im Herbst sollte dann geschaut werden, welcher Verein nachvollziehbar welche Einbußen hatte, aber auch welche Einnahmen. So sind ja schon manche Vereine durch das Land mit 9.000 € bedacht worden. Ich weiß, das trifft nicht auf viele zu, aber auf einige wenige schon. Zum Beispiel die Vereine, die. einen Dirigenten angestellt haben.

Wir wissen auch, dass z. B. Sportvereine über andere Wege Zuschüsse generieren können; so ist ja ganz aktuell die Sportförderung des Kreises erhöht worden und auch das Land NRW plant einen Hilfsfonds. Gleichwohl möchten wir den Kreis der Vereine bewusst weit fassen. Nicht, dass ein zusätzlicher Verein, den wir alle miteinander heute nicht auf dem Schirm haben, durch das Raster fällt und im Herbst nicht profitieren kann.

Das richtige Gremium um über diese Verteilung der Gelder dann zu bestimmen ist nach unserer Auffassung der Arbeitskreis Ehrenamt.

Und wir gehen noch einen Schritt weiter und mit gutem Beispiel voran. Die CDU-Fraktion sagt einem so vergrößerten Hilfsfonds eine Spende der Fraktionsmitglieder in Gesamthöhe von 500 € zu."


WP-/WR vom 29.05.2020, Seite 11