CDU-Fraktion beschließt Antrag zur OGS an der Grundschule Rönkhausen

Unbefriedigende Raumsituation ganz im Gegenteil zu Aussagen des 1. Beigeordneten Ludwig Rasche

26.08.2020 | CDU-Fraktion Finnentrop | Finnentrop/Rönkhausen
Antrag der CDU-Fraktion zur OGS am Grundschulstandort Rönkhausen vom 25.08.2020
Antrag der CDU-Fraktion zur OGS am Grundschulstandort Rönkhausen vom 25.08.2020

Mit Datum vom 25.08.2020 beantragt unser CDU-Fraktionsvorsitzender Ralf Helmig Konzepte zur Verbesserung der Raumsituation am Grundschulstandort Rönkhausen zu entwickeln, damit der Gemeinderat in seiner nächsten Sitzung am 08.09.2020 die Umsetzung eines solchen Konzeptes verbindlich beschließen kann.

In der Fraktionssitzung am 24.08.2020 wurde das Thema OGS (Offene Ganztagsschule) an der Grundschule Rönkhausen von allen CDU-Gemeindeverordneten ausführlich beraten und diese Antragstellung beschlossen. Ralf Helmig berichtete, dass er am 09.03.2020 auf Probleme an der Grundschule Rönkhausen bezüglich der Anmeldung zur OGS im neuen Schuljahr und dem fehlenden Raumangebot von einem Elternteil hingewiesen wurde. Er habe sich daraufhin umgehend telefonisch mit dem 1. Beigeordneten Ludwig Rasche in Verbindung gesetzt und ihm das Problem, das er angeblich aber schon kannte, geschildert.

In einer Mail vom 10.03.2020 an Ralf Helmig teilte Ludwig Rasche mit, dass der Bedarf an Betreuungsplätzen in Rönkhausen tatsächlich höher sei, als die Zahl der zur Verfügung stehenden Plätze und das DRK (Deutsche Rote Kreuz) hierauf mit der Einführung von Aufnahmekriterien reagiert. Unabhängig davon fänden aber Gespräche unter Beteiligung von Bürgermeister Dietmar Heß mit der Schulleitung und Elternvertretern statt. Laut Elternvertreter fand dieses Gespräch am 11.03.2020 statt und Bürgermeister Heß sagte zu, sich um die Räumlichkeiten zu kümmern, unter anderem die Möglichkeit der Nutzung der Dachgeschosswohnung und des Pfarrheims. Dies sei ausschlaggebend gewesen, dass das DRK die Aufnahmekriterien fallen ließ und alle Kinder für die OGS angenommen habe.

Ganz im Gegenteil zu der Aussage des 1. Beigeordneten Ludwig Rasche am 01.04.2020 – Zitat aus dem Antrag der CDU-Fraktion:

"Vor allem die Aussage des 1. Beigeordneten Ludwig Rasche auf Nachfrage des CDU-Fraktionsvorsitzenden in der Ältestenratssitzung am 01.04.2020 im Beisein des Bürgermeisters und aller anderen Fraktionsvorsitzenden (Zitat): „Die Probleme sind alle aus der Welt geräumt, alle Kinder haben jetzt eine Zusage bekommen!" haben uns annehmen lassen, dass eine Übergangslösung für das Schuljahr 2020/2021 gefunden wurde und die Probleme für die nächsten Schuljahrgänge zeitnah angegangen werden."

- konnte ein regulärer und für die Eltern verlässlicher Besuch der Kinder in der OGS zum Schuljahresbeginn wegen der unbefriedigenden Raumsituation nicht gestartet werden und führte zu einem öffentlichen Brandbrief des Schulpflegschaftsvorsitzenden Dominik Vielhaber und Berichten in der Westfalenpost/Westfälische Rundschau und anderen lokalen Medien.

Die CDU-Fraktion und Bürgermeisterkandidat Achim Henkel stehen geschlossen hinter dem Antrag, den Ralf Helmig wie folgt begründet:

"Schon der Schulentwicklungsplan 2018 mit einer Raumanalyse und einem Ausblick bis zum Jahr 2030 weist u.a. am Grundschulstandort Rönkhausen steigende Schülerzahlen aus. Weiterhin zeigt der o.g. Schulentwicklungsplan sogar Konzepte zur Verbesserung auf. Deshalb waren wir davon ausgegangen, dass verwaltungsseitig, vor allem auch im Hinblick auf die kommenden Jahre, Konzepte und Lösungen zur Verbesserung der Raumsituation ausgearbeitet werden bzw. worden sind!"

Die CDU-Fraktion im Rat der Gemeinde Finnentrop möchte verbindliche Ergebnisse herbeiführen, um schnellstens mögliche Versäumnisse der Verwaltung und des Bürgermeisters zu beseitigen. Die Gespräche zwischen Elternvertreter Dominik Vielhaber und Bürgermeisterkandidat Achim Henkel und Gemeindeverordnete Petra Beule wurden seitens des Elternvertreters als angenehm und zielführend empfunden. Deutlich sei für ihn geworden, dass Achim Henkel für ein Miteinander, statt Gegeneinander steht.

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Zum Hintergrund ein Auszug aus dem Brandbrief der Schulpflegschaft von Dominik Vielhaber aus der Westfalenpost/Westfälischen Rundschau vom 22.08.2020:

"Wenn zum Schulstart eine Elterninitiative in die Bresche springen muss, weil der Schulträger sich, trotz mehrfacher Erinnerungen, nicht rechtzeitig gekümmert hat, die Betreuung nicht wie geplant starten kann, man sich obendrein noch mit Plattitüden und der Bitte um Geduld und Nichteinmischung abspeisen lassen muss, dann bietet dieser (...) Austausch zwischen Elternschaft und Schulträger (...) noch reichlich Optimierungspotenzial"

"Fakt ist, wenn die Schülerzahlen so bleiben, muss entweder schon nächstes Jahr der letzte Ganztags- und Betreuungsraum der Schule zur Klasse umgewandelt oder es müssen wieder Kinder zu Freiwilligen gemacht werden. Wenn diese juristisch einwandfreie, moralisch jedoch höchst fragwürdige Lösung tatsächlich aktuelle interne Planung im Rathaus sein sollte, ist dies abermals zu kurz gedacht.“

 Artikel von Flemming Krause in der WP/WR vom 22.08.2020